Degus sind immer noch nicht so bekannt. Deswegen möchten ich sie Euch hier einmal vorstellen.

Wie fast alle Nager sind auch die Degus Gruppentiere und benötigen mindenstens einen Partner. Optimal ist eine Gruppe bis fünf Tiere, diese sollten gleichgeschlechtig sein, denn Degus vermehren sich sehr
schnell. Besonders gut vertragen sich Geschwister aus demselben Wurf.

Degus können bis zu 6 Jahre alt werden und sind sehr aktiv. Da bei den männlichen Tieren der Hoden innen liegt, sollte man die Geschlechtsbestimmung einem Tierarzt oder erfahrenem Züchter überlassen.

Die aktiven Tiere legen in der Natur mehrere Kilometer zurück, weshalb der Käfig nicht zu klein sein darf. Der Käfig sollte für zwei bis vier Tiere die Maße 100 x 80 nicht unterschreiten und mind. 180 cm hoch sein. Die Tiere brauchen viele Klettermöglichkeiten. Bei dem Käfig sollte auch sichergestellt werden, dass die Tiere sich nicht durchnagen können. Terrarien müssen sehr gut belüftet sein. Wichtig ist, wie gesagt, vor allem die Höhe, denn Degus bewachen ihr Revier gerne von oben.

Für die Innenausstattung brauchen die Degus Sitzbretter in unterschiedlichen Höhen, Äste und Zweige zum Klettern und natürlich Häuschen, um sich zurückziehen zu können. Man kann hier normale Einstreu verwenden und Heu und Stroh eignen sich super für den Nestbau. Natürlich darf auch die Schale mit frischem Wasser nicht fehlen.

Sehr wichtig ist für diese Nager auch das Sandbad. Es dient dem Stressabbau sowie der Fell- und Krallenpflege. Das Sandbad sollte möglichst auf dem Boden stehen, damit es sicher steht oder
die Tiere beim Baden rausfallen und sich verletzten. Hierfür reicht ein größerer Blumenuntertopf oder eine Keramikschale. Höhere Ränder der Schale verhindern, dass die Degus das ganze Streu gleich wieder
rauswerfen. Zum Baden eignet sich handelsüblicher Chinchillasand.

Wie auch bei Meerschweinchen und Kaninchen brauchen die Degus immer Heu. Zusätzlich kann man Äste anbieten, wie zum Beispiel vom Apfelbaum oder Haselzweige. Auch Kräuter sollten in der Ernährung nicht fehlen, gerne gefressen werden zum Beispiel Löwenzahn, Beifuß, Kamille, Gänseblümchen usw. Im Sommer kann man sie auch langsam an Gras gewöhnen. Gemüse sollte nur in den Mengen angeboten werden, die die Degus auch wirklich fressen können. Hierzu gehören unter anderem Möhren, Salat, Fenchel, Gurke
Kohlrabi und vieles mehr. Weil Degus zu erhöhtem Blutzucker neigen, sollte man auf die Fütterung von Obst verzichten.
Das Trockenfutter sollte überwiegend aus Gräsern und Kräutern bestehen und weniger aus Körnern.
Eine schöne Beschäftigung für die Tiere ist es, wenn Ihr das Futter im Käfig ein bisschen versteckt. Dennoch sollte eine Schale mit Futter immer zur Verfügung sein.

Auf Salzlecksteine und Kalksteine kann man verzichten, denn diese schaden eher. Bei einer ausgewogenen Ernährung braucht man auch keine zusätzlichen Vitampräparate. Als Leckerlie empfehlen sich Erbsenflocken,
Mais, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne usw. Nüsse sollten jedoch eher selten gegeben werden.