Empfindest du manchmal deine Kaninchen als recht eintönig, sind sie dir viel zu wenig aktiv und bewegen sie sich nur, wenn du ihnen eine Leckerei unter die Nase hältst? Spielen Fehlanzeige? Vor allem Kinder beschweren sich, dass ihre Kaninchen nicht so oft spielen wollen. Das liegt aber in der Natur der Mümmler! Die meisten sind am Vormittag am aktivsten, aber auch am Abend sind sie nochmal für einen gewissen Zeitrahmen empfänglich für Streicheleinheiten und Spiele. Mittags und natürlich nachts wollen sie ihre Ruhe haben, sie suchen dann höchstens ihre Toilettenecke auf, betreiben Fellpflege oder fressen Blinddarmkot, um so ihren Vitaminhaushalt zu regulieren. Dieser spezielle Kot wird, wie der Name vermuten lässt, im Blinddarm produziert, er besitzt viel Vitamin D und hat mit den normalen, viel kleineren und festen Köteln nichts zu tun! Ansonsten tut das Kaninchen nicht allzu viel. Mit anderen Worten, es kann recht langweilig sein im Kaninchengehege. Greife bitte nicht ein in diesen biologischen Rhythmus und stelle auch sicher, dass die Kaninchen an einem Ort untergebracht sind, wo sie wirklich ihre Ruhe haben können. Das Kinderzimmer zum Beispiel ist kein geeigneter Ort. Spielen die Kinder, will das Tier Ruhe, liegen die Kleinen im Bett, werden die Kaninchen munter.

Vermeide es auch das Kaninchen ständig hoch zuheben. Sie mögen das nicht und schon gar nicht, wenn sie in einer Ruhephase sind! Als Bodenbewohner möchte das Kaninchen Boden unter den Pfoten spüren. Wird es hoch genommen sagt ihm sein Instinkt, dass es von einem Fressfeind, beispielsweise einem Greifvogel, gegriffen wurde und nicht mit dem Leben davonkommt.

Die Fütterzeiten sollten auch in die aktive Phase verlegt werden, denn ansonsten liegt frisches Futter zu lange im Käfig herum, ehe die Tiere es fressen. Mit Kaninchen kann man durchaus viel Spaß haben, wenn man ihnen ihre Zeit lässt und sie selber entscheiden können, was sie gerade mögen und was nicht. Im Laufe der Zeit können sie sehr zutraulich werden und sie sind angenehme Mitbewohner.