Nager und Kaninchen sind immer süß, besonders als Babys. Dies führt leider immer wieder zu unüberlegten Spontankäufen. Auch werden Tiere immer wieder ohne Absprache verschenkt oder für die quengelnden Kinder
angeschafft. Die wenigsten Leute beschäftigen sich VORHER genau mit der Verantwortung, die so ein Kauf mit sich bringt.

Wir reden hier von Lebewesen, die gewisse Bedürfnisse haben. Auch wenn kleine Nager zum Teil nur 2-3 Jahre alt werden, werden andere bis zu 20 Jahre und älter. Man sollte sich also gneau informieren (am besten beim seriösen Züchter oder einer Notstation) welches Tier zu einem am besten passt. Welche Ansprüche hat es und kann ich diesen gerecht werden.

Viele Nager sind nicht unbedingt für Kinder geeignet, auch sollte man nicht vergessen, dass Haustiere keine Kuscheltiere sind. Viele dieser Tiere mögen nicht gestreichelt und gekuschelt zu werden. Dies sollte man akzeptieren. Ist also erst einmal das richtige Haustier gewählt und die ganze Familie damit einverstanden, muss man sich genau über die artgerechte Haltung informieren. Die meisten Tiere dürfen nicht einzeln gehalten werden. Hierzu kommen folgende Fragen:

– Wieviel Platz brauchen die neuen Haustiere?
– Was fressen meine neuen Mitbewohner?
– Wie pflegeintensiv sind die Tiere?

Die nächste und sehr wichtige Frage ist, wer kümmert sich um die neuen Familienmitglieder? Die Tiere sollen in erster Linie für die Kinder sein? Was, wenn die Kinder das Interesse verlieren? Ein Kind weiß ,
was es heißt, sich jahrelang um Tiere kümmern zu müssen und wenn es dazu gezwungen wird, wird es nur einen Hass auf diese entwickeln. Den Eltern sollte also klar sein, dass sie sich um die Tiere zu kümmern haben. Sie werden das Futter kaufen und bezahlen, den Stall sauber machen usw. Wenn die Kinder mithelfen, ist das toll, aber davon sollte man nie ausgehen. Viele Tiere gammeln dann jahrelang in ihrem Käfig, weil sich keiner mehr kümmern will. Oder sie werden wieder abgeschobe, weil das Kind ja kein Interesse mehr hat. Lernen unsere Kinder dadurch Verantwortung zu übernehmen? Nein? Sie lernen nur, wenn man keine Lust mehr hat, wird das Tier einfach wieder abgeschoben. Und leider bekommen sie dann oft auch später noch ein neues, anderes Tier.

Hinzu kommt noch etwas und das sollte allen Eltern klar sein, wird ein Tier krank, müssen Sie mit ihm zum Tierarzt fahren und diesen auch bezahlen, das kann schnell 200 Euro kosten. Ebenso kann es passieren, dass es Sonntag Abend ist und sie in eine Tierklinik müssen, seien Sie sich dessen bewusst. Wenn ihr Kind plötzlich schwer krank ist, warten Sie ja auch nicht bis zum Montag. Diese Verantwortung liegt alleine bei Ihnen. Ebenso die wöchentliche Gesundheitskontrolle:

www.happy-nager.de/informationen-nager/nager-tuv-regelmasige-gesundheitscheck.html

Auch kleine Tiere brauchen zum Teil viel Platz und Auslauf. Können Sie diesen Platz und die Zeit bieten?
Wohin mit den Tiere,n wenn Sie in den Urlaub fahren?

Es ist also immer eine sehr große Verantwortung, die Sie hier übernehmen. Sich genau zu informieren kostet kein Geld, nur ein bisschen Zeit. Es ist erstaunlich wie viele Menschen sich tagelang mit der Suche nach dem richtigen Fernseher beschäftigen aber kaum Zeit investieren, um sich über die Haltung des richtigen Haustieres zu informieren. Deshalb landen immer wieder viele Tiere im Tierheim oder werden ausgestzt.

Bringen Sie ihrem Kind von Anfang an bei, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, seien Sie ein Vorbild. Nicht nur das Kind wird es Ihnen danken.