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Die verschiedenen Krankheiten bei Farbmäusen sind recht vielfältig. Schnell können sich Probleme entwickeln die das ganze Rudel gefärden. In jedem Fall ist ein Tierarztbesuch dem Studium im Internet vorzuziehen. Eine ärztliche Diagnostik ist unumgänglich. Welche Krankheiten die kleinen Nager so bekommen können, habe ich euch hier einmal aufgelistet:

Milbenbefall

Es gibt recht unterschiedliche Arten von Milben. Ist ein Befall aufgetreten, so ist es wichtig nicht nur das eine Tier zu behandeln. Alle im Rudel lebende Tiere und die gesamte Einrichtung muss behandelt werden. Vorher ist es aber wichtig einen fachkundigen Tierarzt aufzusuchen. Leider haben nicht alle Tierärzte genug Erfahrung mit Farbmäusen. Bitte nicht auf eigener Faust behandeln, es kann das Tier umbringen!

Darmparasiten

Sie können durch Naturmaterialien oder andere Haustiere übertragen werden. Schnell können sich die Mäuse dann mit Würmern oder Einzellern (Giardien) infizierten. Der wichtigste Hinweis für Darmparasiten ist Durchfall. Übel riechender Kot, aufgeblähter Kugel runder Bauch sind die Anzeichen. Sollen diese Symptome auftauchen so kann man eine Kotprobe beim Tierarzt abgeben. Er kann gezielt die Parasitierten behandeln. Auch hier bitte nicht auf eigne Faust behandeln.

Haarlinge

Diese kleinen Parasiten halten sich am Haarschaft fest. Die Meiste Haarlinge kann man nicht raus kämmen. Auch hier muss ein Tierarzt aufzusuchen werden der dann mit Ivomec oder Stronghold behandeln. Anschließend muss das ganze Gehege gründlich gereinigt werden.

Atemwegsinfekte

Die meisten Tiere aus dem Zooladen konnten kein anständiges Immunsystem aufgebaut. Tiere vom Züchter sind hingegen deutliche unauffälliger. Er achtet bei der kontrollierten Zucht darauf das er nur gesunde Tiere zur Zucht einzusetzen. Atemwegsinfekte haben verschiedene Ursachen Zugluft, Haltungsfehler oder Streu was staubt. Auch wir Menschen können die kleinen Nager anstecken wenn wir eine Erkältung haben.

Symptome sind Pfeifen, Schnattern, Röcheln, Piepen und Niesen oder Gewichtsabnahme, deuten auf eine Infektion der Atemweg hin. Hier muss man zum Tierarzt gehen um das Tier behandeln zulassen. Zusätzlich sollte man kalten Kamillen Tee für die Farbmäuse bereitstellen. Als Nahrung kann man Babygrieß Brei mit einem Beutel Kamillentee anrühren. Den Teebeutel (Kamille) schneidet man einfach auf und rührt ihn in den Brei. Denn lauwarmen bis kalten Brei mögen die Tieren in der Regel sehr.

Aufblähung

Durch falsche Fütterung kommt es schnell zu Aufblähung der Farbmaus. Es ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Sie verläuft meist sehr schmerzhaft und tödlich für die Maus. Gerade Kohl oder Klee im Futter verursachen schnell eine Blähung. Aber auch ein Futterwechsel oder Parasiten können dies hervorrufen. Hier bitte dringend ein Tierarzt aufzusuchen.

Durchfall

Durch Futterwechsel, Stress, Wasserhaltiges Futter, Kernobst wie Kirschen oder Weintrauben entsteht schnell Durchfall. Genau wie beim Menschen ist die Kombination mit Wasser der entscheidende Teil. Aber auch Parasiten können auch Durchfälle hervorrufen. Faden oder  Bandwürmer sind in den meisten Fällen die Ursachen für Durchfall. Auch die Gabe von Antibiotika kann Durchfälle auslösen. Hier muss der Tierarzt aufgesucht werden der das Tier behandelt hat.

Steht zu wenig Wasser zu Verfügung so kann es zur Verstopfung kommen aber auch Darmverschlüsse sind keine Seltenheit. Ein Tierarzt ist hier nicht unerlässlich.

Tumore / Schlaganfälle

Leider sind Tumore oder Schlaganfälle keine Seltenheit bei Farbmäusen. Aufgrund der fehlenden Fressfeinde und der sehr sicheren Lebensweise in Gefangenschaft erreichen die kleinen Nager ein hohes Alter. Deshalb sind Alterserscheinungen Recht häufig die Todesursache.

Überhitzung

Immer wieder kommt es zu Überhitzung im Mäusegehege. Im Sommer sollte man deshalb durch kalte Fliesen die man ins Gehege legt vorbeugen. So können sich die kleinen Nager im Hochsommer abkühlen wenn es zu warm wird.

Zähne

Nagerzähne sind immer am wachsen. Diese verursachen auch erheblichen Problemen. Die Fehlstellungen der Zähne tritt in Folge von Kiefertumore oder Abszesse auf. Die Maus kann dann meist nicht mehr richtig fressen. Hier ist ein fachkundiger Tierarzt gefragt.